Tagestipps

Dienstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

KI in der Arbeitswelt Künstliche Intelligenz, Deine neue Chefin? Von Wolfgang Zehentmeier Künstliche Intelligenz, so meinen Experten, wird die Arbeitswelt stärker verändern als die Erfindung der Dampfmaschine. Denn Künstliche Intelligenz räumt heute schon Lager ein oder verkauft erfolgreich Versicherungsverträge und wird in nicht allzu ferner Zukunft das Firmen-Management in Strategiefragen beraten, den Dienstplan machen oder über Bewerbungen und Karrieren entscheiden. Künstliche Intelligenz steuert Roboter und macht innovative Lösungsvorschläge, auf die kein Mensch so gekommen wäre. Doch was macht das mit den Menschen, die mit Kollege KI zusammenarbeiten oder von der KI angeleitet, gefördert, aber auch kritisiert werden und deren Karriere vielleicht von einem Stück Silikon abhängt? Welche Ängste bestehen und wie wird verhindert, dass weder Mensch noch Maschine durch die Zusammenarbeit Schaden nehmen? Welche neue Firmenkultur ist nötig, um den menschlichen Mitarbeitenden ihre neue Kollegin KI erfolgreich vorzustellen? Redaktion: Iska Schreglmann

Dienstag 19:05 Uhr SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Tandem

Die Welt als Speisekarte - Der Gastronomiekritiker und Journalist Christian Seiler Moderation: Martina Kögl Er ist jahrelang durch die Welt gereist und hat gegessen, in noblen Sternerestaurants und in Garküchen. Adelaide, New York, Kopenhagen - überall kann gut gegessen werden und gute Geschichten rund um Küche und Köche entstehen dort auch. Die hat er gesammelt und aufgeschrieben und außerdem erstaunliche Gerichte mitgebracht. Sein Fazit: ein geschmackvolles Essen muss nicht teuer sein, wenige Zutaten genügen, wenn sie gut sind.

Dienstag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Sommerreprisen: Tier x vier Herdenschutz in Österreich Von Sonja Bettel Wolf, Bär und Luchs breiten sich in Europa wieder aus. In vielen Ländern haben die Menschen jedoch verlernt, mit diesen großen Beutegreifern zu leben. Deshalb geht die Angst um und verbreiten sich Missverständnisse, auch in Österreich. Wölfe, wird befürchtet, könnten hierzulande die Alpung von Schafen, Ziegen und Rindern bedrohen und den Tourismus in Gefahr bringen. Die Zauberformel lautet: Herdenschutz. Elektrozäune, spezielle Herdenschutzhunde oder auch Lamas sollen die Räuber abschrecken. Erste Pilotprojekte laufen bereits. Und ein neues Zentrum für Beutegreifer in Österreich soll Lösungen entwickeln, zwischen unterschiedlichen Interessen vermitteln und die Forschung vorantreiben.

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Wie wir lernten, die Atomkraft zu lieben In Belarus geht ein neues AKW ans Netz Von Inga Lizengevic Regie: die Autorin Produktion: Deutschlandfunk/SWR 2020 2011 nach der Katastrophe von Fukushima, beschließt Deutschland den Atomausstieg. Belarus beginnt mit dem Bau seines ersten Atomkraftwerks - obwohl kein Land stärker von den Folgen von Tschernobyl betroffen ist. Im benachbarten Litauen wächst die Angst. 70 Prozent des radioaktiven Fallouts von Tschernobyl sind auf Belarus, die Heimat der Autorin, niedergegangen. Tausende erkrankten an Krebs und starben. Ein ganzer Landstrich ist bis heute unbewohnbar. Trotzdem ist die Regierung unter Präsident Lukaschenko vom Nutzen der Atomkraft überzeugt. Inzwischen sind die Bauarbeiten so gut wie abgeschlossen. Das AKW soll 2020 ans Netz gehen. Litauen kämpft gegen das russisch finanzierte 10-Milliarden-Euro-Projekt im Nachbarland. Das neue Kraftwerk bei Astravets steht nur zehn Kilometer von der litauischen Grenze und nur 40 km von der Hauptstadt Vilnius entfernt. Das Kühlwasser wird dem Fluss Viliia (Neris) entnommen, der in Litauen in die Memel mündet. Im Katastrophenfall könnte das Trinkwasser für mindestens ein Drittel der Bevölkerung kontaminiert werden. Litauen hat für eine Million Euro Jodtabletten für die Bevölkerung gekauft. Für die Litauer ist unverständlich, wie hier ein neues AKW entstehen kann, wo doch das eigene AKW, ebenfalls russischer Bauart, beim Eintritt in die EU abgewickelt werden musste. Wie wir lernten, die Atomkraft zu lieben

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Waldsterben 2.0 Unter den Wipfeln ist keine Ruh Von Nora Bauer Von Natur aus wäre beinahe die gesamte Landfläche Deutschlands von Wäldern bedeckt, hauptsächlich von Buchen- und Eichenmischwäldern, und nur ein kleiner Teil von reinen Nadelwäldern. Im Interesse der Holzwirtschaft hat sich das Verhältnis heute beinahe umgekehrt: 70 Prozent Nadelwälder gegenüber 30 Prozent Laubbäumen. Die Medien sind derzeit voll von Horrormeldungen: Die Bäume vertragen Hitze und Trockenheit nicht, jeder siebte Baum sei schon tot. Tatsächlich ist nicht der deutsche Wald in Gefahr, sondern die Nadelbaum-Plantagen sind es. Das staatliche Programm in Niedersachsen "LÖWE" zeigt, wie sich die drei widerstrebenden Komponenten Ökologie, Ökonomie und Soziales verbinden lassen.

Dienstag 20:05 Uhr Bayern 2

Nachtstudio

Der Superheld Oder wie ich lernte, erwachsen zu werden Von Markus Metz BR 2020 In den sechziger Jahren kamen, mit reichlicher Verspätung, Superhelden-Comics endlich auch nach Deutschland. Da gab es schon Popsongs, es gab schon Pop Art, es gab schon Poster und Filme. Nun kamen auch die Marvel-Comics, die sich durch (selbst-)ironischen Witz auszeichneten hierzulande mit großer Verspätung an die Kioske. Der franco-belgische Comic-Kunst erging es hierzulande kaum besser. Mit Comics erwachsen zu werden, war in Deutschland immer schon schwieriger als anderswo, mit Superhelden erwachsen zu werden, war noch schwieriger. Es gab keine lineare Entwicklungsgeschichte, sondern nur Unkenntnis und Verbote. Diese Geschichte der vielen Widersprüche, wo Superhelden immer auch kultureller Eigensinn sein konnten, ein Traumreich jenseits der "nationalen" Kultur, ein Pop-artiges Zeichensystem änderte sich mit der internationalen Vermarktung von Superhelden-Filmen. Es entstand ein neuer globaler Mainstream, der die Geschichte vom Erwachsenwerden, von Ernüchterung und Desillusionierung bis zur Paranoia noch einmal von vorn erzählt hat. Die Comics selber wirken da zwischen Selbstreflexion und Gesellschaftskritik, zwischen Kunst-Anspruch und Autoren-Ehrgeiz fast schon avantgardistisch. Zwei Geschichten überkreuzen sich: Superhelden verlieren ihre kindliche Naivität, kämpfen sich durch Loyalitäts- und Identitätskonflikte bis hin zur sarkastischen Selbsterkenntnis. Sie werden also auf ziemlich schmerzhafte Weise erwachsen. Auf der anderen Seite begleiten uns Superhelden beim Erwachsen-Werden, zeigen uns Spiderman, Batman oder Deadpool den Grad von Erkenntnis, Entfremdung und Selbsterkenntnis. Aus der Sphäre des Mythos und des Märchens treten Superhelden in die Sphäre der (politischen) Philosophie und der psychologischen Reflexion. Aber sie bleiben immer auch Erinnerungen an die Kindheit, an Identifikationen, die über die deprimierendsten Erfahrungen beim Coming of Age hinweghelfen.

Dienstag 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Rauschunterdrückung. Ein Aufnahmezustand Von Ulrich Bassenge Regie u. Musik: der Autor Mit Johannes Mayr, J.J. Jones, Georg Karger, Yogo Pausch, Mona Petri, Michael Stauffer, Bernhard Jugel, Ulrich Bassenge Produktion: WDR/SRF 2019 Vier Musiker kämpfen mit sich und den Gesetzen des Marktes. Jahre nach ihrem ersten Auftritt in "Bier auf dem Teppich" wagt die Band ohne Namen ein Comeback: gegen die Fliehkräfte des Alters, die prekären Arbeitsbedingungen und die Ästhetik des Mainstreams. Verflixte sieben Jahre später trommelt Gitarrist Hannes seine ehemalige Band erneut zusammen. In einem abrissreifen Hörspielstudio hat er eine Aufnahmesession gebucht und nun will er mit Unterstützung seines Freundes und Produzenten Ludwig aus den alten Songs marktfähige Hits basteln. Sänger JJ, Bassist Georg und Schlagzeuger Yogo haben die Jahre in unterschiedlichen Musikprojekten gearbeitet und setzen alles auf eine Karte. Doch schon in den ersten Proben kristallisieren sich die Konflikte heraus. Zu tief sind die Gräben zwischen Kunstanspruch und Kommerz. Der Zahn der Zeit nagt: nicht nur am Selbstwertgefühl und den materiellen Existenzen, sondern auch an der psychischen Belastbarkeit der Bandmitglieder. Obendrein torpediert der merkwürdige Studiobesitzer Stauffer eine konstruktive Arbeitsatmosphäre. Dann betritt noch Influencerin Mona als Agentin der Plattenfirma das Parkett und die Ereignisse überstürzen sich. "Rauschunterdrückung. Ein Aufnahmezustand" ist das Sequel zur Hörspielproduktion "Bier auf dem Teppich", die Ulrich Bassenge 2012 für den WDR realisiert hat. Auch dieses verschärfte Menschenexperiment entstand auf der Basis sprachlicher und musikalischer Improvisationen im Aufnahmestudio. Rauschunterdrückung. Ein Aufnahmezustand

Dienstag 21:00 Uhr SRF 2 Kultur

Jazz Collection

Roger Cicero - Der Mann, der das Deutsche zum Swingen brachte Es war in den Nuller Jahren, als plötzlich unerwartete Sounds aus den Radios klangen. Swing Jazz von einer Big Band, die einen charmanten und ungeheuer leichtfüssigen Sänger begleitete, der erst noch Deutsch sang. Das war unerhört und ungehört.

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Zeitenwende Ein deutsch-deutsches Seniorenhaus und seine Geschichten Von Heike Tauch Regie: die Autorin Mit: Bettina Kurth Ton und Technik: Martin Eichberg Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: 55"41 (Ursendung) Berlin-Pankow. In einer Einrichtung für Senioren treffen West- auf Ost-Biografien. Ein Ort der erwartbaren Geschichten? Was die Menschen aus ihren Leben erzählen, ist viel reicher und komplexer. In Berlin-Pankow gibt es eine Einrichtung für Seniorinnen und Senioren, die mehr bietet als Pflege und Verwahrung. Ein Ort der Bildung und der Debatte ist hier entstanden und auch ein Begegnungsort. Von den rund 160 Mieterinnen und Mietern lebten 2019 über die Hälfte in der ehemaligen DDR, die anderen in der früheren Bundesrepublik Deutschland. Bestätigen sich hier die Klischees über den Osten und den Westen? Es ist komplizierter. Ein Bewohner wurde in der Ukraine geboren, wuchs in Wien auf und wurde Chef-Lektor des DDR-Verlags "Volk und Welt". Eine Bewohnerin nennt sich bis heute fanatischer Preuße. Vor dem Horizont fast 100 Jahre währender Leben bekommen die Fragen nach Ost und West etwas beinahe Kleingeistiges. Hört man den Menschen zu, gewähren sie sehr persönliche Einblicke in die Geschichte unseres Landes, das es so nicht mehr gibt. Heike Tauch, 1965 in Berlin geboren, arbeitet seit 1992 als Autorin und Regisseurin fürs Radio mit Schwerpunkt Hörspiel und Feature. Von 1996 bis 2012 betrieb sie das Hörtheater für Deutschlandfunk Kultur. Für "Bürger Zweiter Klasse" (Deutschlandfunk Kultur 2016) wurde sie mit dem n-ost-Reportagepreis ausgezeichnet. Zuletzt: die Features "Der Fälscher. Wie ein Major der Staatssicherheit versuchte, die Welt zu verbessern" (Deutschlandfunk Kultur 2017) und "Mit den Augen eines Scharfschützen" (zusammen mit Herlinde Koelbl, Deutschlandfunk Kultur 2017) und das Hörspiel "One Shot, One Kill" (zusammen mit Florian Goldberg, WDR 2018). Zeitenwende

Dienstag 22:04 Uhr WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn: UaW (1/2)

Mit Horst Evers Horst Evers und Freunde Mit Manfred Maurenbrecher, Ralf Husmann, Lea Streisand und Volker Strübing

Montag Mittwoch